Blogging Tools für Eilige

25. August 2010 in Internet, Social Media, Trends von Daniel Friesenecker

Das Social Web lebt vom Austausch und davon, dass möglichst viele Menschen neue Inhalte generieren. Es muss ja nicht immer gleich ein Wordpress-Blog mit eigenem Hosting sein, um seine Texte, Fotos und Audiofiles zu publizieren. Einfache Webtools können da schon einen schönen Einstieg bilden. Hier also drei einfache Webtools zum Publizieren von Inhalten.

Posterous.com

Posterous steht im direkten Wettbewerb mit Plattformen wie Blogger und Wordpress. Ein einfaches Interface ermöglicht die Veröffentlichung von Artikeln. Ursprünglich stand hinter der Plattform die Idee mittels E-Mails zu bloggen, was natürlich noch immer funktioniert. Der Ablauf ist relativ einfach, Mail an eine „geheime“ E-Mail-Adresse schicken und schon ist der Inhalt dieses Mails auf dem Posterous-Account publiziert. Gerade in Zeiten in denen Smartphones und Netbooks und Tabletbooks zu ständigen Begleitern werden, ein zukunftsträchtiges Konzept.

Soup.io

Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit umfangreiche Sammlungen an Inhalten zu erstellen. Das Interface ist gefällig und einfach gehalten und bietet alles was man braucht: die Möglichkeit Texte, Bilder oder Links zu posten und los geht es. Der Account ist in wenigen Minuten eingerichtet und die Menüführung erlaubt auch gleich noch Premium-Zusatzdienste nachzukaufen. Freundeslisten anzulegen und Feeds zu Fremddiensten anzulegen ist ebenfalls (genau wie bei Posterous) unkompliziert möglich. Der Dienst wurde ursprünglich entwickelt um seine Netz-Fundstücke, in die persönliche “Suppe” zu werfen.

Flavors.me

Flavors.me ist im Wesentlichen nichts anderes als eine digitale Visitenkarte. Die kostenlose Basisversion bietet schon genügen Möglichkeiten um sich von andern „Standardusern“ zu unterscheiden. Ein eigenes Portraitfoto hochladen, den Account mit Flickr, Posterous, Twitter oder einem anderen der zahlreichen unterstützten Dienste verbinden und schon ist die digitale Visitenkarte fertig.

Egal welchen der oben genannten Dienste man nutzen mag, eines haben sie gemein, mit relativ wenig Zeitaufwand kann man ansprechende und gefällige Ergebnisse produzieren, und letztendlich ist es der Inhalt der darüber entscheidet ob Ihr Account besucht wird oder nicht.

Was ist ein Social Media Newsroom?

30. Juni 2010 in Internet, Marketing, Social Media, Trends von Daniel Friesenecker

Ihren XING-Kontakten zeigen Social Media Newsrooms sind die logische Konsequenz draus, dass bei regelmäßiger Bespielung mehrerer Social Media Kanäle leicht ein Gefühl von Chaos und Unordnung auftreten kann. Die Aufgabe der Social Media Newsrooms ist einfach und übersichtlich die Aktivitäten eines Unternehmens auf einer übersichtlichen Seite zu sammeln und vielleicht sogar die Möglichkeit zur Diskussion zu bieten.

Mittlweile ist es relativ einfach geworden die Inhalte von Social Media Diensten auf der eigenen Website anzuzeigen. Warum also nicht die Fotos der letzen Firmenveranstaltung auf Flickr hochladen und auch auf der eigenen Website anzeigen. Oder die Präsentationen für die letzte Fachtagung auf Scribd zur Verfügung stellen und gleichzeitig im Social Media Newsroom als zusätzlichen Service für die eigenen Besucher bieten.

Jeder Medientyp hat seine Plattform

Die Möglichkeiten sind mittlerweile nahezu unbegrenzt, für jeden Medientyp gibt es eine eigene Plattform. Youtube für Videos, Scribd für Dokumente, Flickr für Fotos, und, und, und … Auch vor dem Hintergrund an möglichst vielen Orten im Netz gefunden zu werden und damit das Suchmaschinenranking der eigenen Website zu verbessern oder Interessierte so auf die eigene Website zu verweisen, macht es Sinn diese Dienste zu verknüpfen.

Warum ein Foto, wenn eine Bilderstrecke geht?

Gerade in der PR-Arbeit ist es unerlässlich möglicht viele relevante Informationen auf möglichst unkomplizierte Weise zur Verfügung zu stellen. Warum sich also darauf beschränken das ewig gleiche Foto für die Presseaussendung zur Verfügung zu stellen, wenn man Journalisten auch auf einfachstem Wege ganze Bildstrecken zur eigenen Auswahl überlassen kann. Nicht zuletzt kann man interessierten Website-Besuchern die Möglichkeit geben zu Unternehmensfragen Kommentare abzugeben, was Journalisten wiederum Recherchemöglichkeiten gibt und somit Arbeit abnimmt, was wiederum die Wahrscheinlichkeit einer Berichterstattung steigern.

Ein besonders gelungenes Beispiel eines aufgeräumten Social Media Newsrooms findet sich auf maiak.info

Nützliche Tools für den täglichen Gebrauch

4. Juni 2010 in Internet von Daniel Friesenecker

Tools erleichtern einem das Leben, besonders im Netz. Aus diesem Grund hier ein paar nützliche Helfer für den täglichen Einsatz.

Social Media Planner

Die Seite bietet einen guten ersten Überblick darüber welcher Social Media Dienst, für welche Zielgruppe interessant ist. Derzeit 252 Plattformen lassen sich nach Altersgruppe, Geschlecht und Themen selektieren. Das Suchergebnis ersetzt sicher keine professionelle Beratung, aber gibt einen Eindruck darüber wie breit Aktivitäten angelegt werden können bzw. müssen.

http://www.socialmediaplanner.de/

Monitter

Schnell eine Twitterwall basteln, oder bis zu drei Hashtags vergleichen und das ohne Anmeldung. Monitter gibt die Möglichkeit Suchbegriffe auf Twitter zu durchforsten, auch eine geographische Eingrenzung der Tweets ist möglich, außerdem lassen sich die Ergebnisse per RSS-Feed abonnieren.

http://monitter.com/

Wetransfer

Kein Social Media Dienst, aber trotzdem praktisch. Mit Wetranfer lassen sich Dateien bis zu einer Gesamtgröße von 2 Gigabyte versenden und das ohne Registrierung. Einfach Dateien hochladen bis zu 20 E-Mail-Empfänger einfügen, einen Absender angeben, eine kurze Nachricht tippen und es geht auf die Reise für die Daten. Der Dienst löscht die Daten nach zwei Wochen automatisch und informiert den Absender per Email darüber, wer von den Empfängern die Daten bereits abgeholt hat.

https://www.wetransfer.com/

Blogstorms – die Macht von Blogs

23. Mai 2010 in Internet, Marketing, Social Media von Daniel Friesenecker

Die meinungsbildende Macht von sozialen Netzwerken und Blogs ist mittlerweile vielfach dokumentiert. Benehmen sich Unternehmen daneben kann es schnell passieren, dass ein Posting in einem Blog unzählige Folgepostings in weiteren Blogs nach sich zieht und damit ein sogenannter „Blogstorm“ entsteht.

Jeder kann die Meinung über eine Marke beeinflussen

Je einfacher es wird einen eigenen Blog zu betreiben, desto mehr Menschen betreiben einen Blog und werden somit zu Meinungsbildnern. War es früher Journalisten und Medien vorbehalten Inhalte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, so steht dies heute (theoretisch) jedem Otto-Normal-Verbraucher offen. Jeder unfreundliche Servicemitarbeiter, jedes falsche Marketingversprechen und jeder Fehler in der Unternehmenskommunikation kann dazu führen, dass ein verärgerter Kunde seinem Ärger im Rahmen eines Beitrags online Luft macht. Galt in den „guten alten“ offline-Zeiten noch, dass ein negatives Kundenerlebnis bis zu achtmal weitererzählt hat sich diese Zahl heute um ein vielfaches potenziert.

Viele Unternehmen versuchen derartige Negativ-Postings mittels Anwälten zu unterbinden, was in vielen Fällen nach hinten losgeht. Denn Blogger sind eine eingeschworene Gruppe und wissen um den Einfluss ihrer Blogs die, eine entsprechende Verbreitung und gutes Google-Ranking, vorausgesetzt auch die Berichterstattung in konventionellen Medien beeinflussen können.

JAKO und der Reinfall

Der mittelständische Sportartikelhersteller JAKO musste dies an der eigenen Marke erfahren. Nachdem gegen ein negatives Blogposting vorgegangen wurde und nach dessen Löschung der Text noch immer im Speicher eines RSS-Dienstes aufgetaucht war, ging das Unternehmen juristisch scharf vor. Dies führte dazu, dass sich unzählige Blogger mit der Causa auseinandersetzen und schlussendlich auch große Tageszeitungen darüber berichteten. Der Schaden an der eigenen Reputation war immens.

Blogger als Botschafterder Marke

Blogger-Relationship-Kampagnen können aber auch dazu führen Marken und Produkte mit Hilfe von Bloggern positiv zu vermarkten und so die Vernetzung positiv zu nutzen. So nutzten die Vermarkter des „Neat-Scanner“ Blogger als Botschafter des Produkts und ließen diese über das Produkt schreiben. In einem zweiten Durchgang wurden drei Blogs diese Scanner für Verlosungen zur Verfügung gestellt – Bedingung für die Verlosung: entweder einen Blogbeitrag über das Produkt schreiben, oder mögliche Einsatzgebiete des Scanners unter der Artikelbeschreibung posten. Das Ergebnis waren Einträge auf über 80 weiteren Blogs und mehr als 1000 Kommentare.

Einige Grundregeln der Markenkommunikation im Zusammenhang mit Blogs

  • Authentische und ehrliche Kommunikation
  • Negative Postings offen aufnehmen und freundlich kommentieren
  • Verbesserungspotential als Chance begreifen
  • bezahlten Content in Fremdblogs als Werbung kennzeichnen
  • Die Chancen suchen und nicht vor der Entwicklung verstecken – gesprochen wird über die Marke auch, wenn Sie sich nicht aktiv beteiligen

Was ist Social Media Monitoring?

19. Mai 2010 in Internet, Marketing, Mittelstand, Social Media, Technologie, Twitter von Jan C. Rode

Sobald sich Firmen oder Marken dazu entschieden haben, im Social Web aktiv zu werden, stellt sich die Frage nach dem Nutzen. Unter Social Media Monitoring (SMM) werden deshalb alle Maßnahmen zusammengefasst, die sich mit der Analyse und Auswertung der Aktivitäten innerhalb von Social Media beschäftigen.

1. Was bringt Social Media Monitoring?
SMM ermöglicht zunächst die Beobachtung des weiten Social Media-Feldes. Firmen können so Eindrücke über die Gespräche gewinnen, die über ihre Marke, Unternehmen oder Geschäftsgebaren geführt werden. Darüber hinaus kann SMM auch helfen zu erkennen, welchen Herausforderungen sich Branche und Konkurrenz in Zukunft stellen müssen. Des Weiteren gibt es bereits erste Ansätze mittels SMM auch eine Art von Marktforschung zu betreiben.

2. Wie sieht ein wirkungsvolles Social Media Monitoring aus?
Idealerweise gliedert sich das SMM in drei Komponenten. Die technische Komponente des Monitoring kann auf freie Software wie Addictomatic, Google Alerts, Technorati, Surchur oder Socialmention zurückgreifen. Ebenfalls hilfreich sind Link-Aggregatoren wie Delicious oder RSS-Feeds wie der Google Reader. Daneben gibt es natürlich noch kostenintensivere Varianten, die sich eher an finanzstarke Firmen wenden: Radian6, Crimson Hexagon, Alterian/Techrigy SM2, Brandwatch and Buzzlogic (via CorpsComms) oder der SPSS Modeler von IBM sind die bekanntesten Tools. Nicht zu vernachlässigen ist zudem die menschliche Komponente, denn die gewonnenen Daten müssen ausgewertet und anhand der Unternehmensstrategie (strategische Komponente) bewertet werden. Das ist schon eher eine kreative Leistung, denn eine Technologie.

3. Wie hängen Social Media Monitoring und der Return on Invest zusammen?
Da letztlich alle unternehmerischen Aktivitäten vor dem Controlling gerechtfertigt werden müssen, ist es sinnvoll, die Social Media-Aktivitäten einer Firma nach betriebswirtschaftlichen Maßnahmen zu evaluieren. Derzeit gibt es noch keine allgemeingültige Definition für den Return on Invest (ROI), die etwa dem aus der Werbung bekannten Tausender-Kontakt-Preis (TKP) entspricht. SMM kann aber dabei helfen, Schlüsselnutzer und Influencer innerhalb der Kommunikation zu identifizieren und somit zu einer behelfsmäßigen ROI-Form zu kommen.

4. Welche Grenzen hat Social Media Monitoring?
Eine vollständige Auslesung aller User-Daten können nur die Netzwerkbetreiber selbst (Facebook, Twitter) vornehmen, darüber hinaus sollen diese auch zur Grundlage kommender Geschäftsmodelle werden. Für Firmen wird es also schwer möglich, diese Daten auszulesen und für das Behavioural Marketing zu nutzen. Im Zuge der derzeitigen Diskussionen rund um Datenschutz und Datensicherheit ist jedoch auch davon abzuraten, in Zukunft auf Angebote zur Nutzung von User-Daten ohne der vorherigen Möglichkeit zum Opt-Out einzugehen. SMM sollte nicht betrieben werden, um Daten zu sammeln und den eigenen Absatz zu steigern, sondern dabei helfen, die Kommunikationsformen im Internet und innerhalb von Social Media besser zu verstehen. Wer das Netz nicht als eigenes System mit eigenen Regeln begreift, wird bei der 1:1-Übertragung von Strukturen und Ansprüchen der „alten“ Welt auf die Nase fallen.

Autor Jan C. Rode ist selbst Social-Media-Aktivist und berichtet in seinem Blogüber aktuelle Entwicklungen und Themen rund um Social Media, Kommunikation und Mediennutzung. Der promovierte Historiker berät Firmen und Einzelpersonen rund um Fragen des Web 2.0.

Sicherheit in sozialen Netzwerken: XING

11. Mai 2010 in Internet von Jan C. Rode

Im zweiten Teil der großen Serie über Sicherheit in sozialen Netzwerken widmet sich WISM heute der großen deutschen Business-Community XING. Auch wenn es hier vornehmlich darum geht, gefunden zu werden, gilt es doch einige Regeln zu beachten, damit nicht jede Meinungsäußerung gleich bei Google auftaucht.

1. Profileinstellungen anpassen

Übersichtlicher als bei anderen sozialen Netzwerken präsentiert sich bei XING der Zugang zu den Profileinstellungen. Durch Klicks auf Start – Mein Profil und dann im rechten Bereich auf „Profileinstellungen“ gelangen User in den sicherheitsrelevanten Bereich ihrer Darstellung auf XING.

2. Was dürfen Kontakte sehen?

Nicht nur Facebook, sondern auch XING teilt Informationen seiner User mit deren Kontakten. Anders als bei den Amerikanern ist das Vorgehen der Business-Community wenigstens etwas transparenter. In der Infobox “Neues aus meinem Netzwerk” können Benutzer betrachten, welche Aktivitäten ihre Kontakte auf der Plattform haben, ob es nun neue Gruppenmitgliedschaften, Jobangebote oder eine neue Adresse sind. Bitte bedenken Sie, dass umgekehrt auch all ihre Daten in dieser Box erscheinen, wenn in dem unter Punkt 1 beschriebenen Bereich keine Änderungen vorgenommen wurden.

3. Profil freischalten oder nicht?

Zum Aufbau einer Online-Reputation empfiehlt es sich, Google zu erlauben, dass eigene XING-Profil in den Suchmaschinenergebnissen zu listen. Nicht-Mitglieder bekommen standardmäßig nur eine eingeschränkte Sicht auf Ihr Profil; der aktuelle Arbeitgeber wird beispielsweise nicht angezeigt. Auf Ihrem Profil können Sie die Darstellung wiederum mit einem Klick in den rechten Bereich auf „Profilvorschau anzeigen“ kontrollieren.

4. Geschnatter in Diskussionsgruppen
Ähnlich wie bei Facebook, sind auch bei XING die Aktivitäten in den Gruppen die Achillesferse der Datensicherheit. Wird wie unter Punkt 1 keine Anpassung vorgenommen, erscheint jedes Gruppenposting auch bei XING. Umgehen lässt sich dies nur mit Fantasieprofilen, aber das unterläuft ja gerade den Sinn der Plattform. Unter den knapp neun Millionen XING-Mitglieder sind leider immer auch welche, die durch unbedachte Äußerungen in Gruppen provozieren oder einfach nur nerven. Sie möchten doch nicht Ihre Antwort darauf bei Google lesen, oder?

5. Google ist gierig
Mit dem Klick in den richtigen Kasten (Punkt 1) ist es jedoch leider noch nicht getan. Unter den höflichen XING-Mitgliedern ist es durchaus üblich, in einer Diskussion den Vorredner direkt mit Namen anzusprechen, wenn er die Zitierfähigkeit (und damit die Sichtbarkeit bei Google) eingeschränkt hat. Folge: Zumindest diese Äußerungen sind dann in der Suchmaschine auffindbar und somit auch komplette Gespräche mit Ihrer Beteiligung. Mittlerweile hat es sich in vielen Gruppen jedoch eingebürgert, nur die Anfangsbuchstaben des Namens bei einer Konversation zu nennen. Sollten einige User das noch nicht wissen, können Sie diese in der Diskussion darauf aufmerksam machen, dass Sie eine vollständige Nennung Ihres Namens nicht wünschen.

Tücken der Kommunikation

12. April 2010 in Internet, Mittelstand, Social Media von Jan C. Rode

Einmal angenommen, Sie sind Eile und übersehen auf dem Weg zu einem wichtigen Termin eine rote Ampel. Aus den Augenwinkeln erkennen Sie vielleicht noch einige ältere Mitmenschen und Kinder, die gerade die Fahrbahn überqueren wollten. „Puh, noch einmal gut gegangen“, mögen Sie denken und kein weiteres Aufheben um diese Episode machen, denn schließlich drängt der Termin. Naturgemäß nehmen Sie am nächsten Morgen den gleichen Weg zur Arbeit, doch wundern sich, warum schon so viele Menschen unterwegs sind. Viele von ihnen scheinen Transparente unter dem Arm zu tragen und sehr aufgeregt zu sein. Unterdessen müssen Sie an einer Ampel halten und sehen, wie die Menschen ihre Banner entrollen und Sie als Verkehrssünder und Kinderschreck brandmarken. Geschockt geben Sie bei Grün Gas und sehen erst jetzt, dass sämtliche Werbeflächen und Litfasssäulen mit ihrem Konterfei bei Überfahren der roten Ampel bedeckt sind. Was tun?

So oder so ähnlich überrumpelt dürften sich Firmen fühlen, die im Internet am Pranger stehen. Insbesondere die Fälle Jako, Jack Wolfskin und Nestlé haben zuletzt auch in den Mainstream-Offline-Medien für negative Schlagzeilen und eine Beschädigung der Firmenreputation gesorgt. Durch Fehlverhalten im Umgang mit der Internet-Öffentlichkeit können Investitionen in Image, PR, IT und guten Google-Platzierungen binnen Stunden verloren sein. In einem derartigen Fall gilt es, kühlen Kopf zu bewahren. Wie es gehen kann, zeigt dieser Beitrag.

1. Denken Sie an Ihre Mitarbeiter zuerst

Im Idealfall sollten Firmen wie Familien in Krisenzeiten enger zusammenrücken. Nichts wäre da schlimmer, als wenn die Beschäftigten wichtige Informationen in Krisensituationen (Rückrufaktionen, Jobabbau etc.) erst aus den Medien erfahren. Denken Sie daran, dass auch Ihre Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden für das Bild Ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit sorgen!

2. Wegducken geht nicht
Auch wenn Sie kurz darüber nachdenken mögen: Schweigen ist in Krisenzeiten nie eine gute Option. Medien aller Art gieren nach neuen Schlagzeilen und sind Meister der Verdichtung. Eine schnelle, ehrliche und professionelle Kommunikation ist dabei das Gebot der Stunde. Im Idealfall greifen Sie bereits auf ausgearbeitete Pläne zurück und bespielen die interessierte Öffentlichkeit mit Pressemitteilungen, Pressekonferenzen und Hintergrundgesprächen. Ein Beispiel: Hannover 96 setzte nur einen Tag nach dem Selbstmord von Nationaltorwart Robert Enke eine Pressekonferenz mit seiner Witwe an, die viel medialen Druck von der Familie nahm und auch dem Verein viel Anerkennung für den professionellen Umgang mit einer Krise brachte.

3. Jeden verfügbaren Kanal nutzen
Vor einigen Jahren mag es noch genügt haben, den Lokaljournalisten am Telefon über die neusten Umsatzzahlen zu informieren und ab und wann eine Pressemitteilung zu versenden. Das ist heute aber schon längst kein Standard mehr in der Pressearbeit und sollte es in Krisenzeiten erst recht nicht sein. Nötig ist in derartigen Krisensituationen Kommunikation aus einem Guss: Twitter, Facebook, Blogs, die eigene Firmenhomepage, Fachpresse sowie regionale und überregionale Medien – alle sind wichtige Adressaten für Ihr Anliegen. Im Idealfall können Sie die Kritik somit eindämmen und wieder die Führung in der Kommunikation übernehmen.

4. Vorbereitet sein
Zu einer richtigen Krisenstrategie gehören nicht nur Gedanken über mögliche Adressaten, sondern auch die Sicherstellung genügender Ressourcen für die Bewältigung des medialen Ansturms. Kann Ihre Website ausreichend Traffic vertragen? Ist ihr Callcenter fähig, kurzfristig weitere Kräfte hinzuzuziehen, um die Anfragen zu bearbeiten? Ideal ist jedoch, wenn das Unternehmen mit einer Stimme spricht und es einen festen Ansprechpartner für die Medien gibt.

5. Aufmerksam sein
Firmen werden meist nicht über Nacht an den Internetpranger gestellt. Wer regelmäßig Blogs, Netzwerke und Fachseiten aus seiner Branche beobachtet, hat gute Chancen rechtzeitig festzustellen, was das Internet bewegt. Meist suchen die Kritiker wie Greenpeace im Falle Nestlé das Gespräch und werden erst nach einer ablehnenden Antwort im Netz aktiv. Wer berechtigte Kritik ignoriert, muss aber damit rechnen, schon bald in den Mittelpunkt des Web 2.0 zu rücken.

Was ist Twitter?

6. April 2010 in Internet, Social Media, Twitter von Daniel Friesenecker

Twitter ist ein Webdienst der es erlaubt 140 Zeichen lange Nachrichten in Echtzeit ins Internet zu stellen. Dabei erhalten die User die Möglichkeit miteinander in Kontakt zur treten, beziehungsweise die Nachrichten (= tweets) interessanter User zu abonnieren, indem man diesen Twitter-Benutzern folgt (= followen). Twitter lebt von der Interaktion, wer offen Fragen stellt muss damit rechnen binnen kurzer Zeit vielfältigste Antworten zu erhalten. Wie im richtigen Leben auch gilt es dabei, nicht blind zu vertrauen, sondern Aussagen zu prüfen und zu validieren, schließlich sitzen am anderen Ende von Twitter Menschen wie du und ich.

Der Einstieg in Twitter

Mittlerweile wurde eine Reihe von Büchern über Twitter geschrieben, eines der hilfreichsten ist sicherlich „Der Twitterfaktor – Kommunikation auf den Punkt gebracht“. Hier wird anhand zahlreicher Praxisbeispiele eindrucksvoll und leicht verständlich erklärt wie Twitter funktioniert. Die Anmeldung bei Twitter funktioniert sehr einfach: auf www.twitter.com den Button „join“ drücken, einen Username aussuchen, ein Passwort aussuchen und mittels Email-Adresse das Konto validieren und einige freiwillige Informationen angeben. Sobald man einmal kostenlos registriert ist steht dem grenzenlosen Twitter-Vergnügen nichts mehr im Wege. Die Basis von Twitter sind die sogenannten Tweets, auf eine maximalen Länge von 140 Zeichen steht es dem User frei Links zu posten, Nachrichten zu senden oder sich an der offenen Diskussion zu beteiligen. Natürlich ist es auch möglich Nachrichten an ausgewählte User mittels Directmessage zu senden.

Twitter verlangt Disziplin

Das Prinzip auf dem Twitter basiert verlangt von seinen Nutzern die Bereitschaft zum ständigen Austausch, wer sich erwartet das Anlegen eines Twitteraccounts alleine reicht um viele Menschen zu erreichen der irrt. Die eigenen Follower (= User die die eigenen Tweets verfolgen) wollen angesprochen werden und zum Dialog animiert werden, nur wenn es gelingt seine Follower ständig mit Informationen und Tweets zu versorgen wird die Zahl seiner Follower langfristig ausbauen können. Eine hohe Anzahl von aktiven Followern macht Twitter als Kommunikationskanal wertvoll, durch Automatisierungsdienste wie Twollow lassen sich zwar schnell viele Follower aggregieren, allerdings sind Follower mit denen man sich nicht austauscht nahezu wertlos. Mit Hilfe zusätzlicher Webdienste lässt sich die Performanz des eigenen Twitter-Account ausbauen.

Die Grundbegriffe auf Twitter

  • Tweet – Nachricht mit maximal 140 Zeichen
  • Retweet – die Nachricht eines anderen Users erneut posten
  • Follower – Die User die den einem Twitter User folgen
  • Unfollow – einem User nicht mehr folgen
  • Timeline – Auflistung aller Tweets der User denen man followed


Linkliste

Gibt es nun eine Social Media Hymne ?

8. März 2010 in Internet, Social Media von Finn Lehmann

Internet ist und bleibt stark dominiert von den USA. Somit ist es nicht allzu verwunderlich, dass auch von dort ein Musikvideo kommt, welches von nun an durch massenhaft Twitter Accounts, Facebook Einträgen und Blogs etc trällert. Das nennt man wohl viral ;-)

Es ist gut gemacht, basiert auf dem bekannten Hit “Empire State of Mind” von Jay-Z und Alicia Keys’s und bringt alle bekannten Namen aus der amerikanischen Blogosphäre in’s Bild … “The New Dork” … hier das Video

Verlage vs Internet

Verlage vs Internet

1. März 2010 in Internet von Finn Lehmann

Wie sieht die Zukunft von für uns traditionelle Verlage aus ? Aufgrund der (kostenlosen) Informationsflut im Internet sacken die Umsätze der Verlage schon seit einiger Zeit in´s Nichts. Mit Blogs und den vielen anderen Social Media Werkzeugen wird derzeit fast jeder zum Autor. Und dann die mächtigen Suchmaschinen wie Google oder BingMurdoch hat ja versucht Google mit Bing auszuspielen. Aber  er hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht, da auch Microsoft keinen limitierten und exklusiven News Content vertreiben will. Kommt der Erfolg der Verlage dann aber doch über das Internet ? Google´s Chef Eric Schmidt guckt in die Glaskugel und sagt frischen Aufwind ab 2015 vorraus

Wir werden sehen … was ist Ihre Meinung ?