Foursquare automatisieren

5. August 2010 in Facebook, Technologie von Finn Lehmann

Die neue iPhone App Future CheckIn erlaubt nun das automatisierte einchecken per Foursquare.

Mit IOS4 kann die App permanent im Hintergrund laufen und reagiert auf vorher definierte Positionierungen. Wenn man dann einen ausgewählten Ort innerhalb von 300 Metern und für mindestens 3 Minuten erreicht hat, erledigt Future CheckIn automatisch den Foursquare check-in.

Die App ist weiterhin so intelligent, dass keine weiteren check-ins für den gleichen Ort innerhalb von weiteren 4 Stunden vorgenommen werden. Auch doppelte check-ins gehören der Vergangenheit an. Um Strom zu sparen kann die GPS Suche eingeschränkt werden.

Die App ist nun für 0,79 Euro im App Store erhältlich, ist aber nur in Englisch verfügbar … dennoch, mir wird sie helfen, da ich oft das check-in vergesse !

Siehe dazu auch unseren Artikel:
Foursquare, Gowalla, Brightkite und co – was ist das eigentlich?

App Download:
Future CheckIn

Wie funktionieren der E-Postbrief und DE-Mail?

7. Juni 2010 in Mittelstand, Technologie, Trends von Jan C. Rode

Die Deutsche Post kämpft schon seit Jahren gegen sinkende Erlöse im Briefgeschäft. Mit der Einführung des E-Postbriefs soll nun der kostenlosen E-Mail Konkurrenz gemacht werden. WISM hat nachgeschaut und fragt, wie das Konzept der Bonner funktioniert und welche Vorteile Firmen, Mittelstand und Unternehmen haben werden.

Warum eine sichere Mail?
Bereits im Sommer 2010 soll der Startschuss für das ambitonierte Projekt fallen und neben dem ADAC hat die Post auch die Allianz, Mercedes-Benz Motorsport und den Deutschen Fußball Bund (DFB) als Partner gewonnen. Geplant ist, dass mit dem E-Postbrief Privatpersonen, Behörden und Unternehmen rechtsverbindlich im Internet miteinander kommunizieren können. Mit nur wenigen technischen Kniffen lässt sich immer noch jede Mail mitlesen, die damit ungefähr so sicher ist wie eine Postkarte.

Wie funktioniert der E-Postbrief?
Doch nicht nur der Name des Produkts ist sperrig, auch das Prozedere für die Datensicherheit erscheint zunächst kompliziert: Um sich für das Produkt anzumelden, benötigen User entweder ein Datenlesegerät für ihren Personalausweis oder müssen sich in der Postfiliale registrieren. Nur so kann zweifelsfrei die Identität von Sender und Empfänger garantiert werden. Auch werden zur Zeit noch hybride Varianten akzeptiert: die Post druckt Mails aus und stellt sie wie gewohnt durch den Briefträger zu. Doch die Konkurrenz schläft nicht und ein Konsortium aus GMX, Telekom und Bundesregierung planen mit der DE-Mail ein ähnliches Produkt.

Welche Vorteile haben Firmen und Unternehmen?
Die rechtsverbindliche E-Mail kann die Kommunikation weiter beschleunigen. Unternehmen könnten Papier sparen und wichtige Dokumente künftig in kürzerer Zeit bearbeiten und freigeben. Je nach Anbieter (Post / DE-Mail) sollen die Kosten dafür zwischen 15 und 45 Cent pro Brief liegen. Geschäftskunden werden also nachrechnen müssen, ob sich der frühe Einstieg in die als sicher beworbene E-Mail-Variante der Post lohnt. Außerdem sind die technischen Gegebenheiten (Registrierung, Anschaffung eines Lesegerätes sowie eines maschinenlesbaren Personalausweises) bisher noch wenig attraktiv, so dass viele Unternehmen die Entwicklung zunächst noch abwarten werden.

Autor Jan C. Rode bloggt als Medienlotse in seinem Blog täglich über Themen wie Social Media, Kommunikation und Mediennutzung.

Was ist Social Media Monitoring?

19. Mai 2010 in Internet, Marketing, Mittelstand, Social Media, Technologie, Twitter von Jan C. Rode

Sobald sich Firmen oder Marken dazu entschieden haben, im Social Web aktiv zu werden, stellt sich die Frage nach dem Nutzen. Unter Social Media Monitoring (SMM) werden deshalb alle Maßnahmen zusammengefasst, die sich mit der Analyse und Auswertung der Aktivitäten innerhalb von Social Media beschäftigen.

1. Was bringt Social Media Monitoring?
SMM ermöglicht zunächst die Beobachtung des weiten Social Media-Feldes. Firmen können so Eindrücke über die Gespräche gewinnen, die über ihre Marke, Unternehmen oder Geschäftsgebaren geführt werden. Darüber hinaus kann SMM auch helfen zu erkennen, welchen Herausforderungen sich Branche und Konkurrenz in Zukunft stellen müssen. Des Weiteren gibt es bereits erste Ansätze mittels SMM auch eine Art von Marktforschung zu betreiben.

2. Wie sieht ein wirkungsvolles Social Media Monitoring aus?
Idealerweise gliedert sich das SMM in drei Komponenten. Die technische Komponente des Monitoring kann auf freie Software wie Addictomatic, Google Alerts, Technorati, Surchur oder Socialmention zurückgreifen. Ebenfalls hilfreich sind Link-Aggregatoren wie Delicious oder RSS-Feeds wie der Google Reader. Daneben gibt es natürlich noch kostenintensivere Varianten, die sich eher an finanzstarke Firmen wenden: Radian6, Crimson Hexagon, Alterian/Techrigy SM2, Brandwatch and Buzzlogic (via CorpsComms) oder der SPSS Modeler von IBM sind die bekanntesten Tools. Nicht zu vernachlässigen ist zudem die menschliche Komponente, denn die gewonnenen Daten müssen ausgewertet und anhand der Unternehmensstrategie (strategische Komponente) bewertet werden. Das ist schon eher eine kreative Leistung, denn eine Technologie.

3. Wie hängen Social Media Monitoring und der Return on Invest zusammen?
Da letztlich alle unternehmerischen Aktivitäten vor dem Controlling gerechtfertigt werden müssen, ist es sinnvoll, die Social Media-Aktivitäten einer Firma nach betriebswirtschaftlichen Maßnahmen zu evaluieren. Derzeit gibt es noch keine allgemeingültige Definition für den Return on Invest (ROI), die etwa dem aus der Werbung bekannten Tausender-Kontakt-Preis (TKP) entspricht. SMM kann aber dabei helfen, Schlüsselnutzer und Influencer innerhalb der Kommunikation zu identifizieren und somit zu einer behelfsmäßigen ROI-Form zu kommen.

4. Welche Grenzen hat Social Media Monitoring?
Eine vollständige Auslesung aller User-Daten können nur die Netzwerkbetreiber selbst (Facebook, Twitter) vornehmen, darüber hinaus sollen diese auch zur Grundlage kommender Geschäftsmodelle werden. Für Firmen wird es also schwer möglich, diese Daten auszulesen und für das Behavioural Marketing zu nutzen. Im Zuge der derzeitigen Diskussionen rund um Datenschutz und Datensicherheit ist jedoch auch davon abzuraten, in Zukunft auf Angebote zur Nutzung von User-Daten ohne der vorherigen Möglichkeit zum Opt-Out einzugehen. SMM sollte nicht betrieben werden, um Daten zu sammeln und den eigenen Absatz zu steigern, sondern dabei helfen, die Kommunikationsformen im Internet und innerhalb von Social Media besser zu verstehen. Wer das Netz nicht als eigenes System mit eigenen Regeln begreift, wird bei der 1:1-Übertragung von Strukturen und Ansprüchen der „alten“ Welt auf die Nase fallen.

Autor Jan C. Rode ist selbst Social-Media-Aktivist und berichtet in seinem Blogüber aktuelle Entwicklungen und Themen rund um Social Media, Kommunikation und Mediennutzung. Der promovierte Historiker berät Firmen und Einzelpersonen rund um Fragen des Web 2.0.

Foursquare, Gowalla, Brightkite und Co – was ist das eigentlich?

19. April 2010 in Marketing, Social Media, Technologie, Trends von Jan C. Rode

Lokalisierungsdienste wie Gowalla, Brightkite, Foursquare und Glympse sind zurzeit in aller Munde und scheinen das Megathema im Jahre 2010 zu werden. Doch noch immer fragen viele Entscheider, was sich eigentlich dahinter verbirgt und wie die Angebote zum Unternehmenserfolg beitragen können. Gemein haben alle Lokalisierungsdienste, dass sie die Standorte ihrer User auf Karten aggregieren und teilweise mit Daten zur angezeigten Lokalität kombinieren. Checkin Mania zeigt, wie so etwas aussehen kann. Firmen können diese Dienste für sich nutzbar machen und durch eine frühe Teilnahme ihre Internetaffinität und Zukunftsgewandheit demonstrieren. Damit die Lokalisierungsdienste auch schnell Nutzen bringen, hier einige Tipps:

1. Daten auffrischen
Egal ob Handwerk, KMU, Großkonzern oder das Restaurant um die Ecke: die Teilnahme an Lokalisierungsdiensten lohnt sich für Unternehmungen aller Art. Melden Sie sich zunächst bei allen bekannten Netzwerken an und hinterlegen dann Ihre Daten. Mit etwas Glück haben das schon Fans ihrer Marke oder ihrer Firma erledigt, doch es empfiehlt sich, die Daten zu überprüfen und bei allen Diensten zu synchronisieren. Außerdem ist wichtig, zwischen den Diensten eine Vernetzung herzustellen. So holen sie nicht nur die Lokalisierungsfans eines Netzwerkes ab, sondern alle „Check-In“ (so heißt die mobile Information innerhalb eines Dienstes für einen bestimmten Ort) –Fans.

2. Kreativität freien Lauf lassen
Besonders sinnvoll ist, die Check-Ins mit Belohnungen zu versüßen. Foursquare beispielsweise vergibt an seine User Embleme, wenn sie an zehn verschiedenen Locations eingecheckt haben. Cafes könnten unter anderem zeitlich begrenzte Promoaktionen über die Lokalisierungsdienste bekannt machen (Trink 2, Bezahl 1) oder den User mit den meisten Besuchen am Ende des Monats mit einer Überraschung beglücken. Hüten Sie sich aber auch hier vor Schnellschüssen wie billig aussehende Werbeanzeigen oder Lockangebote. Dies zerstört bereits kurzfristig ihre Reputation!

3. Potenzial erkennen
Noch nicht überzeugt? Vor wenigen Jahren galten Menschen, die nicht zu Hause telefonisch erreichbar waren, als „nicht da“. Und schon jetzt liefern sich die führenden Social-Media-Angebote wie Google, Facebook und Twitter ein Wettrennen darum, wer den attraktivsten und am einfachsten zu bedienenden Lokalisierungsdienst bereit stellt.
Durch das Handy hat sich das mittlerweile gravierend geändert und auch die Lokalisierungsdienste haben das Zeug, unsere Kommunikation ordentlich durcheinanderzuwirbeln. Künftig braucht sich niemand mehr verabreden, Menschen werden dann einfach auf ihrem Display nachschauen, ob Freunde in der Nähe sind und ebenfalls das Konzert besuchen oder in der Strandbar sind. Findige Firmen können schon jetzt den Point of Sale völlig neu definieren und mit weiteren Emotionen aufladen.

Was ist ein Blog?

13. April 2010 in Social Media, Technologie von Daniel Friesenecker

Über 200.000.000 Blogs werden, Schätzungen zufolge, weltweit betrieben, täglich kommen etwa 70.000 neue hinzu. Doch was ist ein Blog eigentlich genau? Wikipedia sagt dazu: „Ein Blog oder auch Weblog engl.], Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch, ist ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch oder Journal. Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird.“

Demokratisierung der Kommunikation

Blogs tragen ganz wesentlich zur Demokratisierung der Kommunikation im Netz bei. Aus gewöhnlichen Usern werden Produzenten von Neuigkeiten und sie werden zu Meinungsbildnern. In Blogs werden praktisch alle Themen behandelt, es wird über Produkte rezensiert, Meinungen publiziert, persönliche Erlebnisse verarbeitet, oder beispielsweise auch Fotos präsentiert. Der Phantasie der User ist keine Grenze gesetzt. Auch die Qualität der Blogs ist sehr unterschiedlich, von journalistisch hochwertigen Blogs bis hin zu irrelevanten Exemplaren ist alles dabei. Ganz wichtig ist dabei zu beachten, dass Blogger nicht zwingend journalistisch arbeiten und dadurch die Grenzen zwischen professioneller Aufbereitung von Recherche und einem „Hobby“ verschwimmen.
Die sogenannte Blogosphäre (= Gesamtheit aller Blogs) reagiert sehr schnell, auf negatives Vorgehen gegen einzelne Blogger. Das mussten auch Unternehmen wie Jack Wolfskin oder JAKO schmerzlich lernen. Blogs leben von gegenseitigem Austausch und ständiger Diskussion.

Bloggen ist einfach

Jeder kann einen Blog betreiben und das ganz einfach, selbst ohne technische Vorkenntnisse. Plattformen wie Wordpress.com oder Blogger.com ermöglichen nach Registrierung einen kostenlosen Zugang zu einem eigenen Blog. Diese Systeme sind zu sehr weiten Teilen individualisierbar und lassen sich auch im Leistungsumfang und Aussehen anpassen.
Wer sich nicht auf einen Webdienst verlassen will kann auch auf seinem eigenen Webspace ein Blog-CMS (CMS = Content Management System) installieren. Diese stehen ebenfalls kostenlos zur Verfügung und werden ständig weiterentwickelt. Hier sind sicherlich TypePad und Wordpress als ausgereifteste Systeme zu nennen. Anmerkung am Rande, auch WasIstSocialMedia.de setzt auf Wordpress. Die Installation bedarf lediglich geringer Grundkenntnisse, Wordpress wirbt diesbezüglich mit der „5-Minuten-Installation“.

Social Media ist auch ein Thema bei Microsoft – ein kleines

16. März 2010 in Social Media, Technologie von Finn Lehmann

Sehr interessant ist ein Blog innerhalb der Microsoft Webseite. Ganz allgemein wird hier offen über so einige Themen gesprochen … um Nähe zum Kunden zu erlangen ?

Es ist wirklich nicht schlecht gemacht und verführt zum durchstöbern der Postings.

Interessant ist dabei der Blick auf die Tagcloud. Hier sind sehr viele Themen gelistet und sie werden typischerweise je nach quantitativem Aufkommen entsprechend grösser angezeigt.
Interessant deswegen, weil der Punkt Social Media zu den ganz kleinen Einträgen gehört. Dabei hat Microsoft gerade den Social Connector veröffentlicht …

Social Media ist definitiv ein Thema für Microsoft, aber es wird aufgrund der Zielgruppe in …