Blogging Tools für Eilige

25. August 2010 in Internet, Social Media, Trends von Daniel Friesenecker

Das Social Web lebt vom Austausch und davon, dass möglichst viele Menschen neue Inhalte generieren. Es muss ja nicht immer gleich ein Wordpress-Blog mit eigenem Hosting sein, um seine Texte, Fotos und Audiofiles zu publizieren. Einfache Webtools können da schon einen schönen Einstieg bilden. Hier also drei einfache Webtools zum Publizieren von Inhalten.

Posterous.com

Posterous steht im direkten Wettbewerb mit Plattformen wie Blogger und Wordpress. Ein einfaches Interface ermöglicht die Veröffentlichung von Artikeln. Ursprünglich stand hinter der Plattform die Idee mittels E-Mails zu bloggen, was natürlich noch immer funktioniert. Der Ablauf ist relativ einfach, Mail an eine „geheime“ E-Mail-Adresse schicken und schon ist der Inhalt dieses Mails auf dem Posterous-Account publiziert. Gerade in Zeiten in denen Smartphones und Netbooks und Tabletbooks zu ständigen Begleitern werden, ein zukunftsträchtiges Konzept.

Soup.io

Die wahrscheinlich einfachste Möglichkeit umfangreiche Sammlungen an Inhalten zu erstellen. Das Interface ist gefällig und einfach gehalten und bietet alles was man braucht: die Möglichkeit Texte, Bilder oder Links zu posten und los geht es. Der Account ist in wenigen Minuten eingerichtet und die Menüführung erlaubt auch gleich noch Premium-Zusatzdienste nachzukaufen. Freundeslisten anzulegen und Feeds zu Fremddiensten anzulegen ist ebenfalls (genau wie bei Posterous) unkompliziert möglich. Der Dienst wurde ursprünglich entwickelt um seine Netz-Fundstücke, in die persönliche “Suppe” zu werfen.

Flavors.me

Flavors.me ist im Wesentlichen nichts anderes als eine digitale Visitenkarte. Die kostenlose Basisversion bietet schon genügen Möglichkeiten um sich von andern „Standardusern“ zu unterscheiden. Ein eigenes Portraitfoto hochladen, den Account mit Flickr, Posterous, Twitter oder einem anderen der zahlreichen unterstützten Dienste verbinden und schon ist die digitale Visitenkarte fertig.

Egal welchen der oben genannten Dienste man nutzen mag, eines haben sie gemein, mit relativ wenig Zeitaufwand kann man ansprechende und gefällige Ergebnisse produzieren, und letztendlich ist es der Inhalt der darüber entscheidet ob Ihr Account besucht wird oder nicht.

Lesetipp: Social Media Relations

9. Juli 2010 in Mittelstand, Social Media, Trends von Jan C. Rode

Bernhard Jodeleit, Standortleiter in der Stuttgarter Dependance von fischerAppelt, liefert mit Social Media Relations: Leitfaden für erfolgreiche PR-Strategien und Öffentlichkeitsarbeit im Web 2.0 eine lesenswerte Social Media-Übersicht für Entscheider, PR-Verantwortliche und Unternehmenskommunikation.

Mit seiner jahrelangen praktischen Erfahrung weiß Jodeleit, wo Kunden der Schuh drückt und welche Tools und welches Vorgehen sich am besten für einen gelungenen Social Media-Start eignen. Etwas ungewöhnlich ist jedoch, dass in diesem Kompendium zunächst die Risiken eines Web 2.0-Engagements in den Vordergrund gerückt werden, ehe Jodeleit Chancen und Potenziale beleuchtet. Besonders hilfreich sind die Checklisten, die jeweils am Ende wichtiger Kapitel stehen und einen schnellen Erkenntnisgewinn sowie Transfer in die Praxis garantieren. Und wie es sich für ein Buch über Social Media gehört, fehlen natürlich auch nicht Hinweise, um über Inhalte und mit dem Autor selbst zu diskutieren – löblich!

Besonders ans Herz legt Jodeleit den Web 2.0-interessierten Firmen die Einrichtung eines Corporate Blogs sowie die Twitter-Nutzung. Beide Kapitel sind lebhaft geschrieben und mit sinnvoll layouteten Praxisbeispielen ausgestattet – so bekommen selbst Kenner/innen der Materie noch interessante neue Ansichten und Tools vermittelt. Doch im Kapitel über das Business-Netzwerk Xing offenbaren sich exemplarisch einige Schwächen des Buches: anstelle von Screenshots, die die im Text beschriebenen Einstellungen bebildern, erwarten den Leser Bleiwüsten und eine insgesamt wenig internetaffine Optik. Insgesamt hätte ein konsequenteres Layout die vielfach wichtigen Botschaften noch besser ins Licht rücken könne, so wird vom Leser mitunter (zu)viel Geduld verlangt.

Fazit: Jodeleits Buch richtet sich an Praktiker in Konzernen und Mittelstand, die gegenüber Kollegen und Vorgesetzten Sinn und Nutzen von Social Media-Aktivitäten verantworten müssen. Wer sich Zeit und Muße nimmt, wird dank der Indexierung und des “Blicks in die Zukunft” am Ende des Buches schnell wichtige Argumente pro Social Media finden und dennoch nicht zu den Schaumschlägern gehören, die dem Chef im nächsten Meeting schnelle Erfolge und sagenhaften Traffic versprechen. Noch mehr Screenshots und auch nur das Fetten von wichtigen Begriffen hätten die Lesbarkeit jedoch noch weiter erhöhen können.

Hinweis: Dieser Text erschien in leicht geänderter Form am 6.7.10 im Blog von WISM-Autor Jan C. Rode, Medienlotse.

Was ist ein Social Media Newsroom?

30. Juni 2010 in Internet, Marketing, Social Media, Trends von Daniel Friesenecker

Ihren XING-Kontakten zeigen Social Media Newsrooms sind die logische Konsequenz draus, dass bei regelmäßiger Bespielung mehrerer Social Media Kanäle leicht ein Gefühl von Chaos und Unordnung auftreten kann. Die Aufgabe der Social Media Newsrooms ist einfach und übersichtlich die Aktivitäten eines Unternehmens auf einer übersichtlichen Seite zu sammeln und vielleicht sogar die Möglichkeit zur Diskussion zu bieten.

Mittlweile ist es relativ einfach geworden die Inhalte von Social Media Diensten auf der eigenen Website anzuzeigen. Warum also nicht die Fotos der letzen Firmenveranstaltung auf Flickr hochladen und auch auf der eigenen Website anzeigen. Oder die Präsentationen für die letzte Fachtagung auf Scribd zur Verfügung stellen und gleichzeitig im Social Media Newsroom als zusätzlichen Service für die eigenen Besucher bieten.

Jeder Medientyp hat seine Plattform

Die Möglichkeiten sind mittlerweile nahezu unbegrenzt, für jeden Medientyp gibt es eine eigene Plattform. Youtube für Videos, Scribd für Dokumente, Flickr für Fotos, und, und, und … Auch vor dem Hintergrund an möglichst vielen Orten im Netz gefunden zu werden und damit das Suchmaschinenranking der eigenen Website zu verbessern oder Interessierte so auf die eigene Website zu verweisen, macht es Sinn diese Dienste zu verknüpfen.

Warum ein Foto, wenn eine Bilderstrecke geht?

Gerade in der PR-Arbeit ist es unerlässlich möglicht viele relevante Informationen auf möglichst unkomplizierte Weise zur Verfügung zu stellen. Warum sich also darauf beschränken das ewig gleiche Foto für die Presseaussendung zur Verfügung zu stellen, wenn man Journalisten auch auf einfachstem Wege ganze Bildstrecken zur eigenen Auswahl überlassen kann. Nicht zuletzt kann man interessierten Website-Besuchern die Möglichkeit geben zu Unternehmensfragen Kommentare abzugeben, was Journalisten wiederum Recherchemöglichkeiten gibt und somit Arbeit abnimmt, was wiederum die Wahrscheinlichkeit einer Berichterstattung steigern.

Ein besonders gelungenes Beispiel eines aufgeräumten Social Media Newsrooms findet sich auf maiak.info

Wie funktionieren der E-Postbrief und DE-Mail?

7. Juni 2010 in Mittelstand, Technologie, Trends von Jan C. Rode

Die Deutsche Post kämpft schon seit Jahren gegen sinkende Erlöse im Briefgeschäft. Mit der Einführung des E-Postbriefs soll nun der kostenlosen E-Mail Konkurrenz gemacht werden. WISM hat nachgeschaut und fragt, wie das Konzept der Bonner funktioniert und welche Vorteile Firmen, Mittelstand und Unternehmen haben werden.

Warum eine sichere Mail?
Bereits im Sommer 2010 soll der Startschuss für das ambitonierte Projekt fallen und neben dem ADAC hat die Post auch die Allianz, Mercedes-Benz Motorsport und den Deutschen Fußball Bund (DFB) als Partner gewonnen. Geplant ist, dass mit dem E-Postbrief Privatpersonen, Behörden und Unternehmen rechtsverbindlich im Internet miteinander kommunizieren können. Mit nur wenigen technischen Kniffen lässt sich immer noch jede Mail mitlesen, die damit ungefähr so sicher ist wie eine Postkarte.

Wie funktioniert der E-Postbrief?
Doch nicht nur der Name des Produkts ist sperrig, auch das Prozedere für die Datensicherheit erscheint zunächst kompliziert: Um sich für das Produkt anzumelden, benötigen User entweder ein Datenlesegerät für ihren Personalausweis oder müssen sich in der Postfiliale registrieren. Nur so kann zweifelsfrei die Identität von Sender und Empfänger garantiert werden. Auch werden zur Zeit noch hybride Varianten akzeptiert: die Post druckt Mails aus und stellt sie wie gewohnt durch den Briefträger zu. Doch die Konkurrenz schläft nicht und ein Konsortium aus GMX, Telekom und Bundesregierung planen mit der DE-Mail ein ähnliches Produkt.

Welche Vorteile haben Firmen und Unternehmen?
Die rechtsverbindliche E-Mail kann die Kommunikation weiter beschleunigen. Unternehmen könnten Papier sparen und wichtige Dokumente künftig in kürzerer Zeit bearbeiten und freigeben. Je nach Anbieter (Post / DE-Mail) sollen die Kosten dafür zwischen 15 und 45 Cent pro Brief liegen. Geschäftskunden werden also nachrechnen müssen, ob sich der frühe Einstieg in die als sicher beworbene E-Mail-Variante der Post lohnt. Außerdem sind die technischen Gegebenheiten (Registrierung, Anschaffung eines Lesegerätes sowie eines maschinenlesbaren Personalausweises) bisher noch wenig attraktiv, so dass viele Unternehmen die Entwicklung zunächst noch abwarten werden.

Autor Jan C. Rode bloggt als Medienlotse in seinem Blog täglich über Themen wie Social Media, Kommunikation und Mediennutzung.

Was ist Crowdsourcing

13. Mai 2010 in Social Media, Trends von Daniel Friesenecker

Crowdsourcing funktioniert frei nach dem Motto: „Viele wissen mehr, als einer allein“. Viele Personen die nicht oder nur gering bezahlt sind, beschäftigen sich mit der Lösung von Problemen und profitieren somit von den Lösungen anderer. Die Masse bringt so in kurzer Zeit qualitativ hochwertige Lösungen zustande, die die Einzelperson, allein schon aus dem Fehlen der Ressourcen, heraus nicht liefern hätte können.

Crowdsourcing ist keine exotische Arbeitstechnik die fernab des Alltags stattfindet. Das wohl bekannteste Projekt, die auf dem Wissen viele basiert ist Wikipedia. Fast ausschließlich von den Usern geschriebene Artikel und Beiträge zu allen Themen bilden so eine Wissensdatenbank, die trotz aller Kritik an Wikipedia, bisher keine Konkurrenz gefunden hat. Andere Beispiele sind offene Content-Management Systeme wie Wordpress oder Joomla!, die umfangreichen Erweiterungen werden nicht von einem zentralen Unternehmen entwickelt, sondern kommen aus der Community heraus. Nicht zuletzt bedienen sich der App-Store von Apple und der Android Market einer umfangreichen Community von App-Entwicklern.

Crowdsourcing als Geschäftsidee

Natürlich haben auch viele Unternehmen bereits erkannt, dass Crowdsourcing ein relevanter Faktor sein kann. So lässt der T-Shirt Vertrieb spreadshirt.com beispielsweise T-Shirts von seinen Usern entwerfen und bietet ihnen dafür ein Provision.

Tchibo hat mit „Tchibo Ideas“ einen anderen Zugang gefunden. Jede Woche steht für die Besucher der Website die „Aufgabe des Monats“ und die „Lösung des Monats“ zur Wahl. So generiert die Masse einerseits Produktideen und vermittelt Tchibo welche Produkte nachgefragt sind, andererseits bietet die Community auch gleich die Lösung für die teils ungewöhnlichen Anfragen. Als Belohnung für besonders gute Ideen bzw. Lösungen warten Geldpreise im Bereich von € 1.000 bis € 2.000. Für die Unternehmen somit auch noch ein gutes Geschäft im Vergleich zur Anstellung von Professionalsten.

Langfristig wird Crowdsourcing zwar nicht die Arbeit von Profis ersetzen, nicht zuletzt aufgrund oft fehlendem Detailwissen, aber sie kann gute Ansätze und Ideen liefern die zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung führen können.

Social Media Report 2010 – die Übersetzung

9. Mai 2010 in Social Media, Trends von Finn Lehmann

Aufgrund technischer Probleme verzögert sich derzeit noch die Veröffentlichung des Beitrags
(Handy Update 10.05. 11:50).

Foursquare, Gowalla, Brightkite und Co – was ist das eigentlich?

19. April 2010 in Marketing, Social Media, Technologie, Trends von Jan C. Rode

Lokalisierungsdienste wie Gowalla, Brightkite, Foursquare und Glympse sind zurzeit in aller Munde und scheinen das Megathema im Jahre 2010 zu werden. Doch noch immer fragen viele Entscheider, was sich eigentlich dahinter verbirgt und wie die Angebote zum Unternehmenserfolg beitragen können. Gemein haben alle Lokalisierungsdienste, dass sie die Standorte ihrer User auf Karten aggregieren und teilweise mit Daten zur angezeigten Lokalität kombinieren. Checkin Mania zeigt, wie so etwas aussehen kann. Firmen können diese Dienste für sich nutzbar machen und durch eine frühe Teilnahme ihre Internetaffinität und Zukunftsgewandheit demonstrieren. Damit die Lokalisierungsdienste auch schnell Nutzen bringen, hier einige Tipps:

1. Daten auffrischen
Egal ob Handwerk, KMU, Großkonzern oder das Restaurant um die Ecke: die Teilnahme an Lokalisierungsdiensten lohnt sich für Unternehmungen aller Art. Melden Sie sich zunächst bei allen bekannten Netzwerken an und hinterlegen dann Ihre Daten. Mit etwas Glück haben das schon Fans ihrer Marke oder ihrer Firma erledigt, doch es empfiehlt sich, die Daten zu überprüfen und bei allen Diensten zu synchronisieren. Außerdem ist wichtig, zwischen den Diensten eine Vernetzung herzustellen. So holen sie nicht nur die Lokalisierungsfans eines Netzwerkes ab, sondern alle „Check-In“ (so heißt die mobile Information innerhalb eines Dienstes für einen bestimmten Ort) –Fans.

2. Kreativität freien Lauf lassen
Besonders sinnvoll ist, die Check-Ins mit Belohnungen zu versüßen. Foursquare beispielsweise vergibt an seine User Embleme, wenn sie an zehn verschiedenen Locations eingecheckt haben. Cafes könnten unter anderem zeitlich begrenzte Promoaktionen über die Lokalisierungsdienste bekannt machen (Trink 2, Bezahl 1) oder den User mit den meisten Besuchen am Ende des Monats mit einer Überraschung beglücken. Hüten Sie sich aber auch hier vor Schnellschüssen wie billig aussehende Werbeanzeigen oder Lockangebote. Dies zerstört bereits kurzfristig ihre Reputation!

3. Potenzial erkennen
Noch nicht überzeugt? Vor wenigen Jahren galten Menschen, die nicht zu Hause telefonisch erreichbar waren, als „nicht da“. Und schon jetzt liefern sich die führenden Social-Media-Angebote wie Google, Facebook und Twitter ein Wettrennen darum, wer den attraktivsten und am einfachsten zu bedienenden Lokalisierungsdienst bereit stellt.
Durch das Handy hat sich das mittlerweile gravierend geändert und auch die Lokalisierungsdienste haben das Zeug, unsere Kommunikation ordentlich durcheinanderzuwirbeln. Künftig braucht sich niemand mehr verabreden, Menschen werden dann einfach auf ihrem Display nachschauen, ob Freunde in der Nähe sind und ebenfalls das Konzert besuchen oder in der Strandbar sind. Findige Firmen können schon jetzt den Point of Sale völlig neu definieren und mit weiteren Emotionen aufladen.

aktuelle Markttrends

aktuelle Markttrends

2. März 2010 in Trends von Finn Lehmann

Social Media auf Basis des Web2.0 lebt von der Kommunikation in nahezu allen Lebenslagen, das Netz ist mobil geworden.

Interessant sind unter diesem Aspekt die diesjährigen Cebit Trends. Nahezu alle Tops haben einen unmittelbaren Einfluss in Bezug auf den Zugriff auf die sozialen Netzwerke und somit auch auf das Mitteilungsverhalten von Kunden.
Mobile Computer, internetfähige Smartphones, CloudComputing (Applikationen sind weniger abhängig von der Hardware) und die allgegenwärtige Vernetzung erlauben nicht nur den privaten Austausch von Mitteilungen oder Stimmungen, sondern auch das Mitteilen von Eindrücken nach Dienstleistungen oder Einkäufen. Reaktionen nach dem Konsum wandern häufig sofort in das soziale Netz und verbreiten sich wenn relevant wie ein Lauffeuer.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch auf die Macht des Netzes hinweisen. Lesen Sie diesen Artikel .

Bildnachweis: © L. Hofschlaeger / PIXELIO www.pixelio.de