Was ist eine Twitterwall?

18. Juli 2010 in Social Media, Twitter von Daniel Friesenecker

Twitterwalls sind im Grunde Zusammenfassungen über alle Tweets (Twitter-Nachrichten) die mit bestimmten Hashtags (Stichworten) versehen wurden. Twitterwalls werden beispielsweise  bei Veranstaltungen projiziert, sodass die virtuelle Diskussion via Twitter, der virtuelle Austausch zwischen Usern, plötzlich öffentlich in einem physischen Raum stattfindet. So haben BesucherInnen von beispielsweise Diskussionsveranstaltungen plötzlich die Möglichkeit, sind in die Diskussion einzubringen, Fragen zu stellen oder Argumente einzubringen ohne am Podium sitzen zu müssen.

Einfache Umsetzung

Umgesetzt ist eine Twitterwall relativ rasch. Als Veranstalter lege ich eine Hashtag, zB: #meinveranstaltungsname fest und kommuniziere diesen Hashtag über meine Website, Facebook, klassisch mit Aushängen vor Ort. Über Tools wie beispielsweise Twitterwallr (http://twitterwallr.com/) lasse ich dann automatisiert alle Tweets mit meinem Hashtag ausgeben. So bekomme ich einerseits einen Echtzeit-Überblick über all das was über mich gesprochen wird und mache die Twitter-User zu Mitgestaltern meiner Veranstaltung. Negative Meldungen lassen sich nämlich nicht löschen, ich muss reagieren, was letztendlich eine Auseinandersetzung mit den Wünschen meiner Besucher bedeutet. So wirkt das globale Internet plötzlich ganz lokal auf meine Veranstaltung.

Interessante Monitoringmöglichkeiten

Selbstverständlich lassen sich Twitterwalls nicht nur als Serviceinstrument einsetzen, sondern auch zum Monitoring bestimmter Themen. Interessiere ich mich beispielsweise für Socialmedia, lege ich mir eine Twitterwall an die den Hashtag #socialmedia für mich abgrast. Das Tool monitter.com erlaubt mir beispielsweise bis zu drei verschiedene Hashtags gleichzeitig im Auge zu behalten. Desktopapplikationen wir Tweetdeck bieten ebenfalls die Möglichkeit Hashtags in Echtzeit zu sammeln.

Was ist Social Media Monitoring?

19. Mai 2010 in Internet, Marketing, Mittelstand, Social Media, Technologie, Twitter von Jan C. Rode

Sobald sich Firmen oder Marken dazu entschieden haben, im Social Web aktiv zu werden, stellt sich die Frage nach dem Nutzen. Unter Social Media Monitoring (SMM) werden deshalb alle Maßnahmen zusammengefasst, die sich mit der Analyse und Auswertung der Aktivitäten innerhalb von Social Media beschäftigen.

1. Was bringt Social Media Monitoring?
SMM ermöglicht zunächst die Beobachtung des weiten Social Media-Feldes. Firmen können so Eindrücke über die Gespräche gewinnen, die über ihre Marke, Unternehmen oder Geschäftsgebaren geführt werden. Darüber hinaus kann SMM auch helfen zu erkennen, welchen Herausforderungen sich Branche und Konkurrenz in Zukunft stellen müssen. Des Weiteren gibt es bereits erste Ansätze mittels SMM auch eine Art von Marktforschung zu betreiben.

2. Wie sieht ein wirkungsvolles Social Media Monitoring aus?
Idealerweise gliedert sich das SMM in drei Komponenten. Die technische Komponente des Monitoring kann auf freie Software wie Addictomatic, Google Alerts, Technorati, Surchur oder Socialmention zurückgreifen. Ebenfalls hilfreich sind Link-Aggregatoren wie Delicious oder RSS-Feeds wie der Google Reader. Daneben gibt es natürlich noch kostenintensivere Varianten, die sich eher an finanzstarke Firmen wenden: Radian6, Crimson Hexagon, Alterian/Techrigy SM2, Brandwatch and Buzzlogic (via CorpsComms) oder der SPSS Modeler von IBM sind die bekanntesten Tools. Nicht zu vernachlässigen ist zudem die menschliche Komponente, denn die gewonnenen Daten müssen ausgewertet und anhand der Unternehmensstrategie (strategische Komponente) bewertet werden. Das ist schon eher eine kreative Leistung, denn eine Technologie.

3. Wie hängen Social Media Monitoring und der Return on Invest zusammen?
Da letztlich alle unternehmerischen Aktivitäten vor dem Controlling gerechtfertigt werden müssen, ist es sinnvoll, die Social Media-Aktivitäten einer Firma nach betriebswirtschaftlichen Maßnahmen zu evaluieren. Derzeit gibt es noch keine allgemeingültige Definition für den Return on Invest (ROI), die etwa dem aus der Werbung bekannten Tausender-Kontakt-Preis (TKP) entspricht. SMM kann aber dabei helfen, Schlüsselnutzer und Influencer innerhalb der Kommunikation zu identifizieren und somit zu einer behelfsmäßigen ROI-Form zu kommen.

4. Welche Grenzen hat Social Media Monitoring?
Eine vollständige Auslesung aller User-Daten können nur die Netzwerkbetreiber selbst (Facebook, Twitter) vornehmen, darüber hinaus sollen diese auch zur Grundlage kommender Geschäftsmodelle werden. Für Firmen wird es also schwer möglich, diese Daten auszulesen und für das Behavioural Marketing zu nutzen. Im Zuge der derzeitigen Diskussionen rund um Datenschutz und Datensicherheit ist jedoch auch davon abzuraten, in Zukunft auf Angebote zur Nutzung von User-Daten ohne der vorherigen Möglichkeit zum Opt-Out einzugehen. SMM sollte nicht betrieben werden, um Daten zu sammeln und den eigenen Absatz zu steigern, sondern dabei helfen, die Kommunikationsformen im Internet und innerhalb von Social Media besser zu verstehen. Wer das Netz nicht als eigenes System mit eigenen Regeln begreift, wird bei der 1:1-Übertragung von Strukturen und Ansprüchen der „alten“ Welt auf die Nase fallen.

Autor Jan C. Rode ist selbst Social-Media-Aktivist und berichtet in seinem Blogüber aktuelle Entwicklungen und Themen rund um Social Media, Kommunikation und Mediennutzung. Der promovierte Historiker berät Firmen und Einzelpersonen rund um Fragen des Web 2.0.

Was ist Twitter?

6. April 2010 in Internet, Social Media, Twitter von Daniel Friesenecker

Twitter ist ein Webdienst der es erlaubt 140 Zeichen lange Nachrichten in Echtzeit ins Internet zu stellen. Dabei erhalten die User die Möglichkeit miteinander in Kontakt zur treten, beziehungsweise die Nachrichten (= tweets) interessanter User zu abonnieren, indem man diesen Twitter-Benutzern folgt (= followen). Twitter lebt von der Interaktion, wer offen Fragen stellt muss damit rechnen binnen kurzer Zeit vielfältigste Antworten zu erhalten. Wie im richtigen Leben auch gilt es dabei, nicht blind zu vertrauen, sondern Aussagen zu prüfen und zu validieren, schließlich sitzen am anderen Ende von Twitter Menschen wie du und ich.

Der Einstieg in Twitter

Mittlerweile wurde eine Reihe von Büchern über Twitter geschrieben, eines der hilfreichsten ist sicherlich „Der Twitterfaktor – Kommunikation auf den Punkt gebracht“. Hier wird anhand zahlreicher Praxisbeispiele eindrucksvoll und leicht verständlich erklärt wie Twitter funktioniert. Die Anmeldung bei Twitter funktioniert sehr einfach: auf www.twitter.com den Button „join“ drücken, einen Username aussuchen, ein Passwort aussuchen und mittels Email-Adresse das Konto validieren und einige freiwillige Informationen angeben. Sobald man einmal kostenlos registriert ist steht dem grenzenlosen Twitter-Vergnügen nichts mehr im Wege. Die Basis von Twitter sind die sogenannten Tweets, auf eine maximalen Länge von 140 Zeichen steht es dem User frei Links zu posten, Nachrichten zu senden oder sich an der offenen Diskussion zu beteiligen. Natürlich ist es auch möglich Nachrichten an ausgewählte User mittels Directmessage zu senden.

Twitter verlangt Disziplin

Das Prinzip auf dem Twitter basiert verlangt von seinen Nutzern die Bereitschaft zum ständigen Austausch, wer sich erwartet das Anlegen eines Twitteraccounts alleine reicht um viele Menschen zu erreichen der irrt. Die eigenen Follower (= User die die eigenen Tweets verfolgen) wollen angesprochen werden und zum Dialog animiert werden, nur wenn es gelingt seine Follower ständig mit Informationen und Tweets zu versorgen wird die Zahl seiner Follower langfristig ausbauen können. Eine hohe Anzahl von aktiven Followern macht Twitter als Kommunikationskanal wertvoll, durch Automatisierungsdienste wie Twollow lassen sich zwar schnell viele Follower aggregieren, allerdings sind Follower mit denen man sich nicht austauscht nahezu wertlos. Mit Hilfe zusätzlicher Webdienste lässt sich die Performanz des eigenen Twitter-Account ausbauen.

Die Grundbegriffe auf Twitter

  • Tweet – Nachricht mit maximal 140 Zeichen
  • Retweet – die Nachricht eines anderen Users erneut posten
  • Follower – Die User die den einem Twitter User folgen
  • Unfollow – einem User nicht mehr folgen
  • Timeline – Auflistung aller Tweets der User denen man followed


Linkliste

Nicole Simon im Interview zum Thema Twitter in Unternehmen

11. März 2010 in Mittelstand, Twitter von Finn Lehmann

“Das sind meine persönlichen Erfahrungswerte aus Gesprächen weltweit, in denen ich mich mit der üblichen Frage konfrontiert sehe: Wofür braucht man diesen Blödsinn überhaupt? Das ist dann für mich das Zeichen, dass da jemand im Web 1.0 steckengeblieben ist. Die Organe des Unternehmens, die Mitarbeiter in den meisten Fällen, sind also nicht in der Lage, mit diesen Tools umzugehen, ihre Relevanz einzuschätzen und dann auch zu wissen, ob man zum Beispiel twittern sollte und – wenn ja – wer.”

Nicole Simon ist Buchautorin und seit vielen Jahren Social Media Spezialistin.

Hier der Link zum Artikel: Link